Sonntag, 26. März 2017

Eröffnung der Saison

Lilli
Lilli mit E-Bike in Steinenstadt

Schreibman E-Roller
Schreibman mit E-Roller

Eröffnung Fahrradsaison
Ankunft in Neuenburg
bei der Eisdiele.
Die Fahrradsaison ist eröffnet!

Mittwoch, 22. März 2017

Schreibmans Traum

Während des Pariser Tennisturniers Roland Garros wurde plötzlich und unerwartet ein Scheinwerfer auf eine Frau im Publikum gerichtet. Sie sass neben Peter Handke, wurde als seine Frau angesprochen und durfte auch etwas sagen, was ich allerdings nicht verstand.

Es war mit Sicherheit weder "Frau Handke" noch die Mutter der Tochter des österreichischen Schriftstellers, der seit langem allein in seiner "Niemandsbucht" nahe Paris lebt und gerne Pilze sammelt. Sie hatte einen ziemlich grossen Busen, was meine frühere Geliebte Anneliese als "Mords Kischt" bezeichnet hätte. Monika, eine andere frühere Geliebte, hatte mir einmal ernsthaft gegrollt, weil sie ziemlich flachbrüstig war und mich verdächtigte, auf Riesentitten zu stehen.

Meiner Ehefrau, die eine Generation jünger ist als ich und die auf der Tribüne zwischen meinem Vater und mir sass, erklärte ich, während Vater mir schmunzelnd zusah: "Peter Handke war damals eine Art Held der Literatur, ein Pop-Literat mit einer Beatles-Frisur. Er hat nicht wirklich Bestseller geschrieben, aber einige Buchtitel sind in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen wie Publikumsbeschimpfung, Der Ritt über den Bodensee, Wunschloses Unglück, Der kurze Brief zum langen Abschied oder Die Angst des Tormanns beim Elfmeter."

Mein Vater, der mit belletristischer Literatur überhaupt nichts am Hut hatte, war Oberst der Bundeswehr und Autor von zwei militärhistorischen Sachbüchern.

Die zum Katholizismus konvertierte Autorin und frühere Bloggerin Barbara Wenz, die eine positive Einstellung zur Bundeswehr hat und im Internet nur noch als Elsa Laska twittert, reiste vor ein paar Tagen nach Fatima in Portugal, um eine Reportage über eine Lichterprozession zu Ehren der Heiligen Jungfrau Maria zu schreiben.

Lilli und ich wollten heute eigentlich schon in Landshut sein, wo die TV-Serie "Um Himmels Willen" gedreht wurde, von der wir uns fast täglich zwei bis drei Folgen ansehen. Nur die Bahnhofsszenen wurden in Kochel am See gedreht. Da waren wir, aus anderen Gründen, im letzten Jahr zweimal.

Donnerstag, 16. März 2017

Wo die Hörnchen herkommen

Halde

In zahlreichen Bergwerken der Vogesen wird das berühmte Elsässer Mehl ("Farine d'Alsace") gefördert. Es ist besonders hochwertig und wird von einer Zentralbäckerei ("Chez Gert") vor allem zur Herstellung von Croissants und Hörnchen, Halbmonden und Austernen, Quiches und Kichles, Guglhupfen und Fischattrappen verwendet.

Gert
Mehlhalde bei Merdigny-Les-Cons

Mittwoch, 15. März 2017

Wenn Französinnen Austern und Champagner schlürfen

Nachthemd
Französinnen kommen ja gerne im Nachthemd ins Büro, ziehen sich nur eben noch ne Strickjacke über.

Blaue Strickjacke
Überhaupt mögen sie Strickjacken. Blaue.

Champagner
Champagner trinken sie aus Zahnputzgläsern

Rilke
und Rilkes Duineser Elegien lesen sie in der deutschen Originalausgabe.

Auster
Austern werden wie Schnaps hinter die Binde gekippt. Nicht sehr fein. Man schlürft sie mit nur leicht angewinkeltem Arm. Natürlich kann man sie auch

Gabel
mit einem Gäbelchen reinschieben. Sieht aber nicht viel besser aus.

Vergiftet
Die war vergiftet! Scheiss-Auster! Scheiss-Film!

Screenshots aus "Kommissar Dupin - Bretonischer Mummpitz"

Freitag, 3. März 2017

Vortritt oder Vorfahrt - Motor aus für Opa

Als Autofahrer kenne ich ja die Situation, dass man an einem Zebrastreifen einen Fussgänger sieht, der zögert, ob er rübergehen kann oder nicht. Man hält dann einfach an, um ihn damit freundlich aufzufordern, über die Strasse zu gehen. So sollte es jedenfalls sein.

Als Fussgänger erlebte ich heute, ohne Zebrastreifen, etwas, das mir noch nie passiert ist.

Eine Dame hielt mitten auf der Strasse an und schaltete den Motor aus.

Eigentlich hatte ja ich angehalten, um sie durchfahren zu lassen. Weil ich das Angebot nicht sofort wahrnahm, schaltete sie den Motor ab, um ihm Nachdruck zu verleihen, und liess mir per Handzeichen den Vortritt.

Nachdem ich die Strasse mit der Langsamkeit überquert hatte, die sie von mir erwartet zu haben schien, bedankte ich mich mit einem freundlichen Kopfnicken nebst Augenkontakt. Darauf lächelte sie, startete sie den Motor wieder und fuhr weiter.

Naja, dachte ich etwas später, vielleicht war das ja so ein Auto, das sich an roten Ampeln oder Bahnübergängen automatisch ausschaltet, der Umwelt zuliebe.

Nein, nein.

Samstag, 25. Februar 2017

Ego te absolvo oder sich selbst erfüllende Sprache

Binet

Das ist noch nicht "Die siebte Sprachfunktion", auf die ich schon sehr gespannt bin. Wir sind erst auf Seite 275 des Romans von Laurent Binet in der Übersetzung von Kristian Wachinger.

In der französischen Originalausgabe "La septième fonction du langage" lautet diese Passage wie folgt.

Eco ne prétend pas que la fonction "magique" existe à proprement parler et cependant on pourrait sans doute lui trouver, dans le prolongement des travaux de Jakobson, quelque chose qui s'en inspire.

Austin, un philosophe britannique, a en effet théorisé une autre fonction du langage qu'il a baptisée "performative" et qu'on peut résumer par la formule: "Quand dire, c'est faire."

Il s'agit de la capacité qu'ont certains énoncés de réaliser (Eco dit "actualiser") ce qu'ils énoncent par le fait même de l'énoncer. Par example, lorsque le maire dit "je vous déclare mari et femme", ou lorsque le suzerain adoube en prononçant les mots "je te fais chevalier", ou lorsque le juge dit "je vous condamne", ou encore lorsque le président de l'assemblée dit "je déclare l'assemblée ouverte", ou simplement quand on dit à quelqu'un "je te le promets", c'est le fait même de prononcer ces phrases qui fait advenir ce qu'elles énoncent.

D'une certaine manière, c'est le principe de la formule magique, la "fonction magique" de Jakobson.

Montag, 20. Februar 2017

Das zweite Problem

Nachdem mir auf Seite 28 der Kakaofleck passiert war,

Fleck Seite 28

stand auf Seite 77 des Romans "Die siebte Sprachfunktion" der erste Druckfehler.

Signifikat
in Sgnifikat fehlt ein i

Bin jetzt auf Seite 122. Mal sehen, was mich auf den restlichen 400 noch erwartet.

Kein Problem habe ich mit in Frankreich gern verwendeten Abkürzungen wie

PPDA - Patrick Poivre d'Arvor
BHL - Bernard-Henri Lévy
Nouvel Obs - Nouvel Observateur

Samstag, 18. Februar 2017

Semiotischer Kakaofleck

Roman

Das ist mir noch nie passiert. Dass ich in einem nagelneuen 500-Seiten-Hardcover-Buch einen Fleck mache. Auf Seite 28. Durch den Versuch, ihn wegzuwischen, wurde er eher noch grösser.

Für einen zukünftigen Leser könnte dieser Fleck ein Zeichen sein, das ihn darauf hinweist, dass das Buch von einem nicht sehr reinlichen Leser gelesen wurde. Er macht sich dann also darauf gefasst, bei der weiteren Lektüre auf weitere Flecken, Eselsohren und ähnliche Dinge dieser Art zu stossen.

Die Semiotik befasst sich nicht nur mit Sprache, sondern auch mit Verkehrszeichen und Gesten und überhaupt allem, was nicht nur eine Bedeutung hat, sondern auf etwas hinweist. "Der Mensch ist eine Übersetzungsmaschine und (...) sieht (...) überall Zeichen: in der Farbe des Mantels seiner Frau, in den Kratzern an seiner Autotür, in den Kochgewohnheiten der Wohnungsnachbarn, (...) in der Angewohnheit seines Kollegen im Büro, die beiden oberen Hemdknöpfe offen zu lassen."

"Nach Barthes bedürfen diese Zeichen gar keiner Signalfunktion mehr: Sie sind Indizien geworden. Eine entscheidende Wandlung. Sie sind überall. Von nun an hat die Semiotik das Zeug, die große weite Welt zu erobern."

Binet Sprachfunktion

Der französische Poststrukturalist und Semiotiker Roland Barthes verfasste unter anderem den literaturtheoretischen Aufsatz "Der Tod des Autors" (La mort de l'auteur) und wurde 1980 in Paris unter teilweise ungeklärten Umständen von einem Lieferwagen überfahren.

Auf Seite13 beschreibt der Autor Laurent Binet, wie Barthes "sozusagen das Gegenteil des Höhlengleichnisses" erlebt, als er beschleunigten Schrittes den Boulevard-Saint-Germain entlanggeht: "Die Welt der Ideen, in der er sich eingeschlossen hat, verdunkelt ihm die wahrnehmbare Welt. Um sich herum sieht er nur Schatten."

Bin jetzt erst auf Seite 32, wo Kommissar Bayard an einer Ampel steht und einen schwarzen Citroën DS sieht und denkt: "Déesse, die Göttin - das war noch ein richtiges Auto!"

Aber eins weiss ich schon. Werde das Buch nicht verleihen. Möchte schliesslich nicht für Schmuddel-Leser gehalten werden. Gibts auch als E-Book bei Kindle. Garantiert ohne Flecken.

Laurent Binet Die siebte Sprachfunktion

Alles frisch!

Bis zu unserem Geschwistertreffen vor einer Woche in Wolfach hatte ich es ja leider nicht mehr geschafft, zum Friseur zu gehen. Schwestern sind dann unerbittlich in ihren Kommentaren, zumal mein jüngerer Bruder so eine moderne Frisur mit einem Schwänzchen hinten hatte. Deswegen habe ich jetzt eine Schachtel Pralinen dazu genutzt, mich mit einem neuen Foto per Whatsapp bei meiner Tochter zu bedanken.

Manons
Les Manons nouveaux sont arrives!
Merci Candy!

Manons sind die ganz besonderen belgischen Buttersahne-Pralinen, die nur so gut schmecken, wenn sie noch ganz frisch sind. Wenn man sie im Internet bestellt - das bringt nichts. Meine Tochter hat sie beim Chocolatier artisanal Ch. Florent in Fosses-la-Ville gekauft und mir per Post geschickt. Als Dankeschön für, naja, nicht der Rede wert.

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Ich wünsche Ihnen viele erlebnisreiche Touren...
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Zuletzt aktualisiert: 26. Mrz, 16:56

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