Samstag, 7. November 2009

Lohas

LOHAS - Der grüne Lifestyle from Media Mystika on Vimeo.

Donnerstag, 5. November 2009

Oh, Liz isst kaum!

In der heutigen Folge von "Ihr Auftrag, Pater Castell" (ZDF) geht es unter anderem um Anagramme und Textverschlüsselungen.

Das wird mich sicher wieder mehr begeistern als die etwas alberne vorige Folge. Die hätte von Enid Blyton sein können, "Das Geheimnis der Kapelle" oder "5 Freunde und der Schatz am Jakobsweg" oder so.

Die Mischung aus Krimi, Katholizismus und kryptischen Botschaften ist es, die mich auch am "Da Vinci Code" fasziniert hat.

Während Palindrome, über die ich hier schon einmal geschrieben habe, Wörter oder Sätze sind, die vorwärts wie rückwärts gelesen werden können, sind Anagramme beliebige Buchstabenumstellungen, die der Verschlüsselung dienen.

Was die Überschrift dieses Eintrags bedeutet? Sie ist genau wie "Im Holz ist Ukas" ein Anagramm von "Katholizismus".

Viel Spass beim Krimi wünscht Euer katholischer Orkangeist (Agnostiker).

Sonntag, 1. November 2009

Schöne alte Werbung

Merci Suzy!

Dienstag, 27. Oktober 2009

Ohne Worte

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Merci Suzy in Giens (Frankreich) für diese schönen Bilder!

In den Sand geschrieben

Nachfolgend die Geschichte von zwei Freunden, die durch die Wüste wandern. Als sie einen Streit haben, schreibt der eine das in den Sand. Als sie endlich eine Oase erreichen, fällt er ins Wasser und ertrinkt fast. Wieder auf Sandland, ritzt er in einen Stein (?!), dass sein Freund ihm das Leben gerettet hat. Und die Moral von der Geschicht': Schlechte Nachrichten soll man in den Sand schreiben, gute für immer in Stein gemeisselt festhalten. Mehr zum Thema weiter unten.

Als ich so etwa 12 oder 13 war, spielten wir in Wiesbaden jeden Nachmittag Völkerball. So kommt es mir jedenfalls vor. Bei schlechtem Wetter habe ich wahrscheinlich gelesen, denn Fernsehen hatten wir noch nicht.

Einer aus unserer Gang - wir waren insgesamt 25 Kinder in dem Acht-Familienhaus - las Bravo und wollte Schriftsteller werden. Da seine Mutter in einem Radio- und TV-Geschäft arbeitete, hatten die auch schon Fernsehen.

Wir nannten ihn den blauen Bock. Weil er sich samstagsnachmittags während unseres Völkerballspiels immer verabschiedete, wenn es Zeit war für Heinz Schenk, seine Bembel und die Sendung "Der blaue Bock".

Unser blauer Bock, der Schriftsteller werden wollte, zeigte mir mal die ersten paar Seiten seines geplanten Romans. Es war sowas wie "Die Mädels vom Immenhof". Ich erinnere mich noch an den unsterblichen Satz: "Und er drückte ihr einen Kuss auf die Backe."

Ebenso unvergesslich sind mir auch die beiden ersten Zeilen seines ersten Gedichts. Es hiess "Die Wüste" und mehr als die ersten beiden Zeilen gab es nie. Ihr zugleich romantischer und neorealistischer Stil war typisch für den Beginn einer literarischen Epoche der wilden 60er Jahre.

Die beiden Zeilen wurden jedoch nie veröffentlicht. Wahrscheinlich hat er - oder, falls es einen solchen gegeben haben sollte, der Verwalter seines literarischen Nachlasses - sie verbrannt.

Ich hatte sie jedoch schon damals auswendig gelernt, so dass ich sie heute der Nachwelt überliefern kann. Sie lauteten wie folgt.

Sand, Sand,
nichts als Sand!

Montag, 26. Oktober 2009

Die süsse Schwarze an der Kasse

Die von der taz haben ja jetzt herausgefunden, dass die Scannerkasse im Supermarkt sozusagen der Gipfel des Kapitalismus und der Inbegriff des Bösen sei. Siehe: Hetzerei am Kassenband.

Kassiererinnen und Kunden würden dort mittels Geschwindigkeit gegeneinander aufgehetzt. Also nicht Klassenkampf, sondern Kassenkampf.

Klar, wenn die Frau an der Kasse in vollem Tempo über den Scanner zieht, dann macht es so schnell hintereinander bip bip bip, dass man als Kunde unmöglich in gleichem Tempo einpacken kann. Ich versuche das auch gar nicht erst.

Denn entweder haue ich das Zeugs im gleichen Tempo in den Einkaufswagen und packe später in Ruhe ein oder - aber darauf komme ich gleich.

Angeblich hätten die Kassierinnen Anweisung, so schnell zu arbeiten, dass es dauernd bip bip bip macht, damit der Kunde sich beeilt und möglichst schnell verschwindet, der Nächste bitte!

Nun ist es ja so, dass ich nicht nur das Herz von so mancher Kassiererin mit meinem natürlichen Charme - naja, ich will jetzt nicht angeben. Vielleicht ist es nur mein eleganter, zugegebenermassen auch etwas dandyhafter Spazierstock, den ich an der Kasse unter den linken Arm geklemmt halte, während ich mit der rechten Hand den Geldbeutel aus der linken Innentasche ziehe, also dass der ein Helfersyndrom auslöst.

Jedenfalls gibt es da beim REWE eine nette Schwarzhaarige, die mir die Sachen in die Plastiktüte packt, während ich den Geldbeutel geöffnet bereithalte, um sofort den richtigen Schein herauszuziehen, sobald sie fertig ist. Kleingeldkramen ist bei mir sowieso nicht. Kurz und gut, bei mir ist es umgekehrt, ich bin letztlich schneller als die Kassiererin. Während sie noch einpackt, stehe ich in aller Ruhe da und schaue ihr mit einem freundlichen Lächeln zu.

Einmal habe ich, kurz bevor ich drankam, mal auf ihre Hand geschaut. Von wegen Ehering und so. Als wir dann fertig miteinander waren, sagte ich zu ihr: "Ich finde das so nett, dass Sie mir immer alles gleich einpacken. Aber verheiratet sind Sie ja schon."

Das war eigentlich ziemlich frech von mir. Aber sie lächelte mich wieder an, sagte freundlich - vielleicht auch mit einem gewissen Bedauern, aber das bilde ich mir sicher nur ein - "ja" und bediente mich auch das nächste Mal wieder in gleicher Weise.

Sünde, Kölsch und Kapitalismus

Es rührt mich seltsam an und weckt schöne Kindheitserinnerungen: Gleich zu Anfang erwähnt Jürgen Becker den Chlodwigplatz und die Merowingerstrasse. Ich habe Anfang der 60er Jahre in der - zuhälterfreien - Volksgartenstrasse gewohnt, von der die Merowingerstrasse zum Chlodwigplatz führt.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Muscheln und Terminologie

Heute waren wir mal wieder Muscheln essen. Ich nahm dazu Fritten, wie in Belgien. Die Muscheln waren auch echt frisch, da kenne ich mich aus und ich kenne das Lokal im benachbarten Kurort.

Waren fast nur alte Leute in dem Laden. Am Nachbartisch hörte ich einen älteren Herrn. Aus Gesprächsfetzen bekam ich mit, dass er aus Hamburg kommt. Kurz nachdem ich begonnen hatte, meine Muscheln mit Fritten fachmännisch mit den Fingern zu essen, schaute er zu mir und fragte, ob sie schmecken, die Muscheln. Ich sagte nur "ja, sehr gut". Er bestellte dann auch welche und ich sah, wie er sie genoss.

Hier in Süddeutschland esse ich so gut wie nie Meeresfrüchte. Die Gründe liegen wohl auf der Hand. Oder auf dem Land. Und immer nur Forelle oder Zander, das sind halt keine Meeresfrüchte.

Beim Rausgehen hielt ich kurz an seinem Tisch an und fragte ihn: "Na, haben die Muscheln geschmeckt?" Er bejahte und ich schob, schon gehend, nach: "Fast so gut wie in Hamburg, was?"

Er schien mir etwas sprachlos, fragte sich wohl, woher ich wüsste, dass er aus Hamburg ist. Wenn er mich gefragt hätte, hätte ich glatt gesagt: "Sowas sehe ich sofort". Und hätte gelacht.

Aber im Ernst. Mich hatte mal ein Schriftstellerkollege mit in seinen Reiterclub genommen, Grillparty oder sowas. Er sagte mir vorher: "Ich habe Dich als Literaturprofessor aus Brüssel angekündigt. Das musst Du jetzt durchziehen." Der Typ hatte echt einen Sprung in der Schüssel, was ich ihm auch gesagt habe. Er amüsierte sich nur. Und ich dachte mir, ok, sollst Du haben.

Ich trank damals noch ganz gern und wenn's drauf ankam auch einiges. Irgendwann fragte mich jemand von den Reitern, was denn mein Fachgebiet sei. "Terminologieforschung", sagte ich. Das gibt's überhaupt nicht. Nach kurzem Schweigen, weil keiner sich zu fragen traute, was das sei, sagte ich, schon einige Biere intus und mich stark genug fühlend: "Ich kann jedem von Euch auf 20 km genau sagen, wo Ihr herkommt. Das höre ich."

Einer sagte was und ich dachte schon, der äfft den Boris Becker nach. "Das ist ja leicht", sagte ich. "Leimen oder Heidelberg." Ins Schwarze getroffen. Einer anderen sagte ich dann: "Bayern oder kurz hinter der Grenze in Österreich." Sie sagte mir den Ort, der tatsächlich weniger als 20 km von besagter Grenze in Österreich lag.

Und so weiter mit noch zwei oder drei Beispielen und einer, die mich reinlegen wollte. Ich sagte ihr nur, dass das Hochdeutsch oder zumindest der Versuch sei, mich irrezuführen, damit könne ich natürlich nichts anfangen.

Ich weiss nicht mehr, wie die Sache endete. Nur, dass ich diese Runde gewonnen und danach noch einiges getrunken hatte.

Am nächsten Tag sagte jemand von den Reitern zu meinem Kollegen, der mir das später erzählte: "Gell, Dein Freund ist gar kein Professor." Und er darauf: "Doch, doch, aber die spinnen halt alle ein bisschen."

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Jokurt im Schlachthof

So sensibel für innere und äussere weibliche Schönheit ich bin, so wenig werde ich jemals den Jokurt - so spricht sie es aus! - essen, für den Senta Berger wirbt.

Auch Homann Fleischsalat ist für mich tabu. Obwohl oder weil Barbara Schöneberger meint: "Alle wollen immer mehr Fleisch sehen!" Igittigitt. Das klingt doch wie Werbung für eine Schlachthofbesichtigung.

Horst Lichter und Alfons Schuhbeck werben für Tüten- und Dosensuppen. Die Jungs sind beide ganz nett, wie ich bei ersterem aus eigener Erfahrung und beim zweiten von meinem Freund Sepp weiss. Trotzdem oder gerade deswegen: Produkte, die von Promis beworben werden, stehen bei mir auf der No-go-Liste.

Verona Feldbusch-Pooth ist der Gipfel. Sie prahlt damit, dass sie viele wohltätige Organisationen mit Spenden unterstützt. Und dann wirbt sie für kik. "Die Zeche zahlen junge Näherinnen in Bangladesch, unterbezahlte Beschäftigte und oft auch die Kunden." (Spiegel Online)

Sonntag, 18. Oktober 2009

Pfoten weg!

Die Firma Jack Wolfskin, deren Name und Logo ich oft beim Skispringen, also ich bin da nicht selber gesprungen, habe das nur immer im Fernsehen gesehen und mich gefragt was machen die eigentlich?

Irgendwann kam ich dann dahinter, dass die wohl so wetterfeste Kleidung und Rucksäcke und so Zeugs machen, was ich ja gar nicht brauche, weil ich weder wandere noch skispringe und schon gar nicht hier, bei mir daheim.

Hier lese ich nur manchmal die taz und die haben auch so eine Pfote als Logo. Weswegen damit wohl bald Schluss sein wird, wenn die oder das auch verboten wird, also die taz oder das Lesen derselben durch mich, hier, bei mir daheim.

Denn wie ich lese, sind Pfoten verboten. Also Hände weg!

Jack Wolfskin hat nämlich beschlossen, sich unbeliebt zu machen. Bei mir ist es denen schon gelungen. Ich werde nie mehr skispringen.

Warum? Weil: Jack Wolfskin eröffnet den Abmahn-Herbst. Da soll ich dann laut soeben erwähntem Artikel (rot unterstrichen, kann man anklicken) bis zu 991 Euro bezahlen, wenn ich deren Logo unberechtigt verwende, und wenn auch nur in abgewandelter Form.

Das sind ja fast tausend Euro! Für das Geld könnte ich doch im Winter zur Vierschanzentournee fahren.

Oder ein paar Jahre die taz abonnieren.

Update 19. Oktober: Siehe hierzu auch das am heutigen Montagnachmittag eröffnete Forum auf Spiegel Online, mit bereits 170 Meinungsäusserungen in den ersten vier Stunden.

Dieses schöne Nacktfoto zum Thema DRAUSSEN ZUHAUSE gibt's vergrössert hier.

Aktuelle Beiträge

Was für ein lieber...
Was für ein lieber kleiner und handlicher Laptop,...
rosenherz - 7. Nov, 12:00
Baum wolle
Danke für den Link zu dem Film. Ja, diese wunderbaren...
rosenherz - 7. Nov, 11:54
Lohas
LOHAS - Der grüne Lifestyle from Media Mystika...
Schreibman - 7. Nov, 01:05
Oh, Liz isst kaum!
In der heutigen Folge von "Ihr Auftrag, Pater Castell"...
Schreibman - 5. Nov, 11:06
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In dem Polizeiruf 110 Krimi Vorwärts wie rückwärts,...
Schreibman - 5. Nov, 09:11


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