Sonntag, 11. Mai 2008

Nür kein Drück


Frédérics Jardin

Was so zwei Pünktchen ausmachen können, das ist schon ziemlich beeindrückend. Im Französischen habe ich immer Probleme mit den Akzenten. Manchmal lasse ich einen weg, wodurch sich die Aussprache vollig verandert.

Ein freundlicher französischer Kommentator hat, wo er impressionant schreiben wollte, zwei dieser Pünktchen auf ein Wort gesetzt, das beeindruckend heisst. Es bekommt damit eine Tendenz, die uns eher an erdrückend erinnert. Das soll uns aber nicht weiter bedrucken.

Frédéric kann bestimmt besser Deutsch als ich Französisch. Vielleicht werde ich ihn demnächst besuchen, um neue Eindrücke zu sammeln. Er hat nämlich ein Gasthaus in der Gegend, wo ich im Juni mal hin will. Es liegt in der Nähe von Brücken und Meer.


Maison Beaurevoir, à l'intérieur

Samstag, 10. Mai 2008

Zettelkasten

Auf der vorletzten Seite der Kriminalgeschichte Die Signallaterne stiess ich auf einen Satz, den ich beschloss, mir sofort zu notieren. Ich las noch die letzte Seite und schrieb ihn dann per Hand ab. Das war er mir wert. Überhaupt hätte sich das Lesen dieser Geschichte schon allein wegen dieses einen Satzes gelohnt, den ich von der Erzählung behalten werde.

Es gibt manchmal solche Formulierungen, die einem völlig unerwartet bei der Lektüre eines Buches begegnen, und die einen ansprechen, weil man sich angesprochen fühlt. So ein Satz kann ein Lebensgefühl oder eine Stimmung oder irgendetwas ausdrücken, von dem man spontan das Gefühl hat, dass es einfach stimmt.

Ich habe den Satz per Hand abgeschrieben und lege ihn in einem neu eingerichteten Zettelkasten ab, der allen Leserinnen und Lesern zur Verfügung steht. Wer mir seinen Zettel, eingescannt und als Anhang an eine Email schickt, ist herzlich willkommen.

Es gibt keine Wirklichkeit, die mächtig genug wäre, um das Gefühl der Unwirklichkeit zu zerstreuen, das die Dichter knechtet.

Pierre Magnan, Die Signallaterne

Girl der Woche


Ja, wer ist denn da?


Darf man sich dazusetzen?

Hallo, ich bin die Sybille und lasse mich vom Schreibman fotografieren. Ich schaffe auf dem Rathaus, wie man hier so sagt. Also ich bin Angestellte der Gemeindeverwaltung Wolfach, in der Rechnungsabteilung. Obwohl ich eigentlich gar nicht so gut rechnen kann. Aber dafür habe ich ja meine Excel Formeln.


Is was?


Heute ist Freitag, da genehmige ich mir einen Eiskaffee.

Vorschläge, wer nächsten Samstag zum Girl der Woche ernannt werden soll, bitte per Mail einsenden. Seltverständlich können sich Leserinnen von Schreibmans Kultbuch auch selber vorschlagen. Die Altersgrenze ist nach oben offen, was jedoch keine Voraussetzung für die Bekleidung ist. Die unabhängige Jury – bestehend aus Schreibman und seinem alter ego – achtet bei der Auswahl in erster Linie auf das Gesicht. Und erst in zweiter auf die Beine.

Propositions pour la fille de la semaine du samedi prochain peuvent être envoyées par Mail. Il va de soi que les lectrices de ce blog peuvent se proposer elles-mêmes. La limite d'age est ouvert vers le haut, ce qui n'est pas une condition pour l'habillement. Le jury indépendant – qui consiste de Schreibman et de son alter ego – regarde en première ligne le visage. Et puis les jambes.

Bisherige Girls der Woche
03. Mai 08
26. April 08
19. April 08

Freitag, 9. Mai 2008

21 Gramm

Es ist ja wissenschaftlich bewiesen, dass der Mensch im Augenblick des Sterbens 21 Gramm abnimmt. Manche schliessen daraus, dass die Seele ein Gewicht hat. Das muss man nicht glauben. Aber die Tatsache kann man nicht leugnen.

Sehr gute Filmkritik

Mit Magnan in der Provence

Wenn man dieses Buch in der Sonne liest, bekommt man Lust auf Südfrankreich. Man glaubt, die Provence zu riechen, möchte durch ein gottverlassenes Dorf schlendern bis zum nächsten Bistrot, um sich dort, wo sonst nichts passiert, zu einem Pastis oder Café niederzulassen.

Mit irgendeinem Franzosen wird man ins Gespräch kommen. Der Weng (vin, Wein) ist trä bieng (très bien, sehr gut). Dann kauft man sich noch ein Päng (pain, Baguette) und ein paquet des clopes (Päckchen Zigaretten).


Gemälde von Leonard Wren

Mehr über Pierre Magnan auf der Krimi-Couch, seine eigene Webseite unter www.lemda.com.fr/.

Weiterer Kultbuch-Eintrag, in dem Pierre Magnan vorkommt

Donnerstag, 8. Mai 2008

Pentagon und Petersdom

Schreibman meint: Ohne den Vatikan wäre die Welt ärmer.

Was würdet Ihr eher abreissen – den Petersdom oder das Pentagon?

Kommentare zu Pater Castell?

Barfuss


Als Mädel aus dem französischen Badeort Bouguereau war sie schon immer gern pieds nus unterwegs.


Auch heute noch ist Madame Recamier anders als andere Frauen. Sie mag keine Schuhe.

Brücken und Meer

Als ich heute Nacht nicht schlafen konnte, stand ich auf, holte mir eine Tafel Schokolade und setzte mich an den Computer.

Und dann war auf einmal das Meer in meinen Gedanken, la mer, Frankreich, Le Havre. Schon seit einigen Tagen spiele ich mit dem Gedanken, von der Familienfeier im Juni in Belgien nicht auf direktem Weg zurückzufahren, sondern in einem Bogen über Frankreich.

Ich hatte mir schon ausgerechnet, dass es rund 500 km in die Gegend von Brüssel sind, Übernachtung bei einer meiner Töchter, nächster Tag rund 400 km nach Le Havre, wo ich den Pont de Tancarville wiedersehen und den neueren Pont de Normandie erstmals überfahren will. Übernachtung in einer Pension mit Meerblick, am nächsten Tag dann gute 700 km durch Frankreich wieder heim.

Eine Alleinreise, wieder ein Traum, der mich nicht ruhen lässt, und ein Plan, den ich zu verwirklichen gedenke.

Es kann kein Zufall sein, dass ich, bevor ich diese Zeilen zu schreiben begann, den Gedanken hatte, mal wieder durch ein Schlagloch zu fahren, das ich lange nicht mehr gesehen hatte. Es hat mich fast durchgeschüttelt, was ich da las. Der schöne Eintrag über das Meer enthielt einiges von dem, was ich grade selber schreiben wollte. Das muss ein Zeichen sein. Kein Zweifel.

Mittwoch, 7. Mai 2008

Massagering für Finger-Reflexzonen

Betrifft uns alle

Einen interessanten Eintrag mit Kommentaren über den Grundgedanken der Philosophie von Montaigne, über den ich hier und da schon geschrieben habe, fand ich bei Elsa Laska.

Onlein

Eine Hitparade der Tippfehler bei Suchwort-Eingaben habe ich hier gefunden.

Tschibo
Rutenplaner
Suchmaschienen
Goggle
Ebey
Jahoo
Onlein Spiele

Onlein Spiele - finde ich gut. Eine schöne Mischung aus allein und online. Man kann ja so vieles allein oder gemeinsam oder eben onlein machen. Poker zum Beispiel ist derzeit in. So oder so.

Gibt es eigentlich keine virtuelle Kirche? Ich möchte mal wieder in eine richtige Maiandacht gehen. Onlein.


Gab's früher täglich, den ganzen Monat über

Dienstag, 6. Mai 2008

Reiselust

Habe grade mal ein bisschen in meinem Fotoalbum geblättert, einige weitere Bilder freigeschaltet und mich daran erinnert, dass ich letztes Jahr unter anderem im Kloster Ettal war und über Pfingsten eine Fahrt mit dem Glacier Express gemacht habe.

Dieses Jahr würde ich gerne mal wieder ans Meer fahren.

Lesehilfen aus der Dose

Es gibt jetzt eine wahnsinnig praktische Sache. Die Dinger werden zu 50 Stück in Dosen verkauft, die etwa so aussehen wie früher Schuhcreme-Dosen. Ich weiss nicht, wie Schuhcreme-Dosen heute aussehen. Gibt’s sowas überhaupt noch?

Die 50 Dinger, von denen hier die Rede ist, sind aus Kupfer. Genauer gesagt, es sind kleine flache Kupferpfeile. Und wozu dienen Pfeile? Richtig. Um auf etwas hinzuweisen.

Damit kommen wir zum Problem beziehungsweise zur Lösung der Sache. Es ist ja so, wenn man nämlich - jetzt nur mal angenommen – so ein richtiges Buch mit vielen vielen Seiten und Zeilen liest, dann möchte man doch, wenn man es mal eben oder auch für etwas längere Zeit wieder zuklappt beziehungsweise wenn man es dann wieder aufklappt, genau wissen, auf welchem Wort die Augen zuletzt ruhten. Oder etwa nicht?

Also ich persönlich, ich nehme ja immer so einen gelben Haftzettel. Aber es geht eben auch anders, raffinierter. Nicht nur auf die Zeile, sondern aufs Wort genau. Genaugenommen auf 50 Wörter genau, denn so viele Pfeile kann man mit dem Inhalt einer einzigen Dose in einem Buch verteilen. Auf Wörter oder Sätze, die einem besonders gut gefallen haben oder auf die man aus irgendeinem Grund noch einmal zurückkommen möchte. Und sei es nur, um die Pfeile wieder einzusammeln.

Wenn man gleich 10 Dosen kauft, schafft man damit 500 Wörter. Einfach genial.

Montag, 5. Mai 2008

Ihr Auftrag, Pater Castell

Eine überzeugte Atheistin und alleinerziehende Mutter vom bayrischen LKA und ein Jesuitenpater aus dem Vatikan als Sonderermittler des Heiligen Stuhls – dieses Duo löst ab Donnerstag, 8. Mai, Kriminalfälle in einer neuen ZDF-Reihe.

Ihr Auftrag, Pater Castell - Die Webisodes. In fünf Kurzfolgen wird die Vorgeschichte zur ZDF-Serie erzählt. Das ZDF geht bei der Online-Begleitung zu dem TV-Krimi neue Wege. Erstmalig in Deutschland sind ab 1. Mai ergänzend zu einer Fernsehserie im Internet Kurzfolgen zu sehen, die unmittelbar an die TV-Handlung anknüpfen. (mehr...)

Weitere Links zur Serie Ihr Auftrag, Pater Castell

Das L-Spiel

Guten Tag!

Mein Name ist Edward de Bono. Ich habe das L-Spiel erfunden. Das sieht man mir nicht an, was? Es ist für zwei Personen, aber kein Liebes- oder Bettspiel. Sondern ein Brettspiel. Immer nur in meinem Sessel zu sitzen und das laterale Denken zu erfinden, das war mir nicht genug.

Beim L-Spiel kommt es darauf an, den Gegner mit geschickten Zügen in die Ecke zu drängen.

Verloren hat derjenige Spieler, der seinen L-Stein nicht mehr bewegen kann. Die Spielregeln sind relativ einfach. Erläutert werden sie hier und zu kaufen gibt es Brett und Steine da.

Was nun Laterales Denken betrifft, ist es sowas ähnliches wie Paralleldenken oder Querdenken. Interessantes über Denkhüte findet man hier.


Auf Wiedersehen!

Conche

Schon mal conchiertes Eis gegessen? Nein? Ich auch nicht. Ist wohl was ganz neues, womit Mövenpick da Reklame macht. Mal sehen, was dahinter steckt.

Also den Begriff conchieren kennen wir aus der Schokoladenherstellung. In der Conche wird die Schokomasse, die etwa die Konsistenz von Quark hat, weichgerührt. Ich bin schon mal neben so einem Gerät gestanden und habe dabei zugesehen, wie die Conche pausenlos conchiert wurde. Conche nannten sie sowohl die Masse als auch das Gerät.

Eine Conchiermaschine ist nichts anderes als ein Rührwerk, in dem die Masse, ob Schokolade oder Speiseeis, längere Zeit gerührt wird, wodurch sie ihren zartschmelzenden Charakter erhält.

Ich frage mich jetzt nur, warum mir auch unconchiertes Eis bisher immer so gut auf der Zunge geschmolzen ist. Wahrscheinlich wegen des Fetts, das die Mövenpicks jetzt laut eigenem Eingeständnis einsparen, dafür aber den Preis erhöhen.

Haben vielleicht Langnese, Landliebe und die im Eiscafé Venezia bisher auch schon conchiert? Heimlich?

Dass die bei Mövenpick jetzt damit Reklame machen, finde ich unheimlich.

Unheimlich bescheuert.

Sonntag, 4. Mai 2008

Okarina


Was'n das?

Auf dem Flohmarkt in Hausach stiess ich heute auf ein ungewöhnliches Objekt. Ich frage den Verkäufer, was das ist. Er nahm es in den Mund und machte Musik.


Ein Indio-Junge aus Peru

Leider kann man mit einer Okarina nicht gleichzeitig spielen und singen. Und da ich sowieso weder das eine noch das andere kann, entschied ich mich dann für eine Schönheit zum Anschauen.


Gleicher Preis wie Okarina, doch geräuschärmer

Album

Zu meinem Fotoalbum bei Flickr geht’s hier.

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