Alleinsam







Let's live together.
P.S. Nachtrag am 8. Mai 2006 Zu Mariela Sartorius "Die hohe Schule der Einsamkeit - Von der Kunst des Alleinseins" ein Nachtrag vom 24. Mai 2006 Solisten Solisten kannte ich bisher nur aus der Musik. Dort fanden sie immer meine grosse Bewunderung. Mitspielen und mitmachen, dachte ist, ist leichter. Ausser bei der Bundeswehr. Bei der verbrachte ich zwei Monate, bevor ich als Kriegs- und Gesangsverweigerer anerkannt wurde. "Schreibman, Sie sollen singen, nicht nur den Mund bewegen!" hatte der Spiess mir beim Marschieren zugerufen. Ich bin eher ein Solist. Ich mache mein eigenes Ding, lebe gern in meiner eigenen Welt, rede und schreibe niemandem nach dem Mund und halte die Klappe, wenn mir nicht nach diskutieren - oder singen - zumute ist. Wenn aber jemand den Solismus als neue Religion verkünden sollte, bleibe ich lieber Katholik. Das Buch "Die hohe Schule der Einsamkeit" ist keine Bibel. Ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, es mir zu kaufen. Es wurde mir eher von Sympathisanten zugespielt. Mit der Verfasserin Mariela Sartorius habe ich vieles gemein. (Zitate aus einem Interview mit Mariela Sartorius) Wir begeben uns beide gerne "auch mal in den Trubel der Geselligkeit", wir sind "lieber mit Erwachsenen als mit anderen Kindern zusammen", wir sind "kein Kind von Traurigkeit", wir haben uns "zu amüsanten Zeitgenossen entwickelt", wir besitzen "Mut. Kraft. Selbstdisziplin. Menschenfreundlichkeit." Wir haben "Freude an geliebten Menschen" und "ausgeprägte soziale Kontakte". Wir sind "sensibel und attraktiv" und besitzen "soziale und emotionale Intelligenz". Wir könnten uns heiraten. Sartorius' Buch ist in einem heiteren Tonfall geschrieben und durchaus empfehlenswert. Es enthält amüsante Tipps, wie man sich in bestimmten Alltagssituationen verhalten kann, wie man zu innerer Ausgeglichenheit gelangt, wie man sich aufdringliche Menschen vom Leib hält und mit welchen Tricks man seinen Tisch im Restaurant vor unerwünschten Mitessern schützt. "Der fröhliche Einzelgänger mag Menschen. Und die Menschen mögen ihn." schreibt Mariela Sartorius, die abwechselnd in München und auf einer abgeschiedenen Alm in Tirol lebt. Weniger fröhlichen Einzelgängern hat ihr Buch eine Menge zu geben.
Hier habe ich das Thema noch einmal aufgegriffen.
Ein Artikel in der heutigen taz bekräftigt mich in der Auffassung, dass das Buch von Ulf Poschardt die Zeit nicht wert ist, die man für die Lektüre opfern müsste. Nichtstun bringt manchmal mehr.

Hier das Interview von Gesine von Prittwitz mit Mariela Sartorius
Video eines Interviews mit Mariela Sartorius
Zu Eva-Maria Zurhorst "Liebe Dich selbst - und es ist egal, wen Du heiratest" siehe auch meinen Eintrag Egal ist egal.
Alleinsein...
Liebe Grüße
Sylvia-Maria




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