An anderer Stelle gab es hierzu noch folgende Kommentare (siehe dort)
arboretum Falls es Sie irgendwie tröstet: Der Verfasser des FAS-Artikels - so es ein freier Journalist ist - bekommt davon keinen Cent. FAZ und FAS erpressen nämlich ihre freien Autoren zu Total-buyout-Verträgen, wer nicht unterschreibt, erhält keine Aufträge mehr. Wer unterschreibt, tritt sämtliche Verwertungsrechte ab und kann nicht einmal mehr seine eigenen Texte auf der eigenen Homepage veröffentlichen, ohne dafür an den Verlag zu zahlen.
Schreibman Von Trost kann keine Rede sein. Ich stehe selbstverständlich auf der Seite der schreibenden Zunft. Wenn es sich bei Peter Thomas, dem Verfasser der 696 Worte, um einen - wie Sie andeuten - "freien" Mitarbeiter handelt, dürfte sein Zeilenhonorar etwa dem entsprechen, was schon die ersten 100 oder 200 Online-Lesungen seines Textes abwerfen. Den Rest kassiert der Verlag.
Ich habe jahrelang als "freier" Übersetzer grosse Agenturen in Brüssel beliefert und weiss, was es heisst, Texte im Akkord zu produzieren.
Ich danke Ihnen für Ihren Kommentar und möchte noch einmal betonen, dass sich mein Seitenhieb nicht gegen den Autor des besagten Artikels richtete.
MariaRosenquarz Grundsätzlich geh' ich dann mal lieber eben zum Bäcker. Da kann ich die FAZ kaufen. Wieviel Buchstaben krieg' ich - wenn ich die FAZ ganz und nicht "Artikelweise" kaufe - für 1,50? Ich möchte diese Thematik nicht ins Lächerliche ziehen - bin eben nur eine Leserin, die die Artikel - von der schreibenden Zunft geschrieben - gern liest. Aber 1,50 Euro pro Lesung eines online eingestellten Artikels... finde ich ganz schön teuer. Und wer kriegt nu' wirklich Geld dafür?
arboretum Bei der FAZ wurde den Freien im Frühjahr 2002 das Honorar um 20 Prozent gekürzt, danach lag es bei 1,20 Euro pro Zeile (im Mantelteil, wohlgemerkt). Im Herbst 2004 soll es dann bei 1,28 Euro pro Zeile gelegen haben.
Ob es sich bei dem Autor des besagten FAS-Artikels um einen Freien, einen Pauschalisten oder einen Redakteur in Festanstellung handelt, weiß ich jedoch nicht.
@ Frau Rosenquarz: Ein freier FAZ- oder FAS-Autor sieht von den Erlösen der Online-Käufe seiner Artikel keinen Cent, das Geld kassiert aufgrund der erpresserischen Verträge der Verlag.
Schreibman 1,20 Euro pro Zeile, das ist noch weniger als ein Übersetzer einer einfachen Gebrauchsanleitung, also für eine vergleichsweise stupide, unselbständige und unkreative Arbeit berechnen kann. Ich musste damals 10 Seiten am Tag schaffen, um überleben und die Familie ernähren zu können. Das nur zur Info zu dem, was ich "Texte im Akkord produzieren" nenne und was zur Selbstausbeutung führen muss. Beim freien Mitarbeiter der FAZ liegt also doppelte Ausbeutung vor, die Selbstausbeutung und die durch den Verlag.
Nachtrag
arboretum
Falls es Sie irgendwie tröstet: Der Verfasser des FAS-Artikels - so es ein freier Journalist ist - bekommt davon keinen Cent. FAZ und FAS erpressen nämlich ihre freien Autoren zu Total-buyout-Verträgen, wer nicht unterschreibt, erhält keine Aufträge mehr. Wer unterschreibt, tritt sämtliche Verwertungsrechte ab und kann nicht einmal mehr seine eigenen Texte auf der eigenen Homepage veröffentlichen, ohne dafür an den Verlag zu zahlen.
Schreibman
Von Trost kann keine Rede sein. Ich stehe selbstverständlich auf der Seite der schreibenden Zunft. Wenn es sich bei Peter Thomas, dem Verfasser der 696 Worte, um einen - wie Sie andeuten - "freien" Mitarbeiter handelt, dürfte sein Zeilenhonorar etwa dem entsprechen, was schon die ersten 100 oder 200 Online-Lesungen seines Textes abwerfen. Den Rest kassiert der Verlag.
Ich habe jahrelang als "freier" Übersetzer grosse Agenturen in Brüssel beliefert und weiss, was es heisst, Texte im Akkord zu produzieren.
Ich danke Ihnen für Ihren Kommentar und möchte noch einmal betonen, dass sich mein Seitenhieb nicht gegen den Autor des besagten Artikels richtete.
MariaRosenquarz
Grundsätzlich geh' ich dann mal lieber eben zum Bäcker. Da kann ich die FAZ kaufen. Wieviel Buchstaben krieg' ich - wenn ich die FAZ ganz und nicht "Artikelweise" kaufe - für 1,50? Ich möchte diese Thematik nicht ins Lächerliche ziehen - bin eben nur eine Leserin, die die Artikel - von der schreibenden Zunft geschrieben - gern liest. Aber 1,50 Euro pro Lesung eines online eingestellten Artikels... finde ich ganz schön teuer. Und wer kriegt nu' wirklich Geld dafür?
arboretum
Bei der FAZ wurde den Freien im Frühjahr 2002 das Honorar um 20 Prozent gekürzt, danach lag es bei 1,20 Euro pro Zeile (im Mantelteil, wohlgemerkt). Im Herbst 2004 soll es dann bei 1,28 Euro pro Zeile gelegen haben.
Ob es sich bei dem Autor des besagten FAS-Artikels um einen Freien, einen Pauschalisten oder einen Redakteur in Festanstellung handelt, weiß ich jedoch nicht.
@ Frau Rosenquarz: Ein freier FAZ- oder FAS-Autor sieht von den Erlösen der Online-Käufe seiner Artikel keinen Cent, das Geld kassiert aufgrund der erpresserischen Verträge der Verlag.
Schreibman
1,20 Euro pro Zeile, das ist noch weniger als ein Übersetzer einer einfachen Gebrauchsanleitung, also für eine vergleichsweise stupide, unselbständige und unkreative Arbeit berechnen kann. Ich musste damals 10 Seiten am Tag schaffen, um überleben und die Familie ernähren zu können. Das nur zur Info zu dem, was ich "Texte im Akkord produzieren" nenne und was zur Selbstausbeutung führen muss. Beim freien Mitarbeiter der FAZ liegt also doppelte Ausbeutung vor, die Selbstausbeutung und die durch den Verlag.