Pedanterie im Chaos

Heute morgen, als ich mir die Schuhe schnürte, hatte ich es mal wieder ganz deutlich, dieses Gefühl.
Jeder Tag ist ein neuer und durchaus ernstgemeinter Versuch, Ordnung in das Chaos seines Lebens zu bringen. Das wird wohl auch so bleiben, bis zuletzt.
Andere, so hat es oft den Anschein, lieben nichts mehr als ständig neues Chaos in unser immer erst halbwegs geordnetes Leben zu bringen.
Solche Leute könnte man wie Thomas Mann in Unordnung und frühes Leid einfach als hergelaufene Gesellen abtun und gleich auch noch die ganze politische Situation als gesetzlos, unzusammenhängend und frech bezeichnen.
Trost spendet mir notfalls Nietzsche, dessen Also sprach Zarathustra ich gelesen habe, als ich 16 war.
Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.




Trackback URL:
http://schreibman.twoday.net/stories/5607575/modTrackback