Drei Äpfel
Weil ich heute den Drang verspürte, einen Apfel zu essen, überlegte ich, wie ich vorgehen sollte. Ich hatte ja, soweit ich mich erinnern kann, noch nie selber Äpfel gekauft.
An vielen Traubenständen werden sie zur Zeit mit angeboten, in Plastikbeuteln, neben denen eine Kasse steht, in die man das passende Kleingeld wirft. Also Selbstbedienung für ehrliche Obstesser.
Diese Beutel enthalten meist so um die 6 bis 10 Äpfel, schätze ich mal. Zu viel jedenfalls.
Ich beschloss also, beim Bioladen vorbeizufahren. Ich fuhr dann aber nicht vorbei, sondern ging hinein. Ich hatte mir vorgenommen, mir drei verschiedene Äpfel zu nehmen. Sollten die an der Kasse ruhig jeden einzeln abwiegen, wenn die Preise unterschiedlich sind. Ich wollte die Apfelprobe machen, um dann bei nächster Gelegenheit nochmal welche von der gleichen Sorte zu kaufen.
Das erste Problem war nun, dass es zehn verschiedene Sorten gab. Und als ob man Leuten wie mir zeigen wollte, was eine Harke ist, war der Kilopreis überall derselbe.
Das zweite Problem löste ich einfach, indem ich drei verschiedene Exemplare nahm, die ganz gut aussahen. Und das taten sie eigentlich alle.
Das Abwiegen an der Kasse ging dann naturgemäss schnell, da ich die drei verschiedenen Äpfel trotz unterschiedlicher Sorte wegen ihrer Kilopreis-Gleichheit in einen einzigen Beutel getan hatte.
Das dritte Problem habe ich erst jetzt. Die ersten beiden habe ich schon gegessen, wobei der zweite besser schmeckte als der erste.
Wie wird wohl der dritte Apfel schmecken? Und wie hiessen die drei Sorten überhaupt?
Nächstes Mal werde ich es wieder genauso machen. Ich lasse mich einfach überraschen.

Die andern zwei waren nicht ganz so rot. Mehr so gelb-rötlich.
Der Apfel selbst scheint eine Renetten-Sorte zu sein, sie haben die typische bräunliche rauhe Bereifung um den Stängelansatz herum ... und schmecken würzig, also haben viele Aromastoffe ausgebildet ...



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