Samstag, 21. Oktober 2017

Asterix-Übersetzer Millionär

Asterix et la Transitalique

Am ersten Verkaufstag des neuen Asterix hatte ich um 15.00 Uhr einen Termin in Bad Krozingen und am Abend Stammtisch wie an jedem dritten Freitag des Monats, diesmal im "Bären" in Auggen.

Wir sind da rund 20 Zugereiste aus nördlicheren Gefilden wie Hamburg, Köln, Bamberg und so weiter, und zwar männlich und weiblich gemischt, Singles und Paare. Ich bin übrigens der Jüngste.

Nach dem sehr netten Gespräch im "Café Mohrenköpfle" fuhr ich um 16.30 Uhr erst mal über Breisach nach Frankreich, um mir die französische Originalausgabe zu kaufen. Im Supermarkt in Fessenheim kostete das Album 9,45 €.

Asterix Kassenzettel

Ich fuhr dann über die einsame Landstrasse zum Grenzübergang von Chalampé nach Neuenburg am Rhein. Auf dieser zur Meditation geeigneten Strecke verfiel ich in tiefes Nachdenken darüber, warum wohl der Preis für die deutsche Ausgabe mit 12,00 € um 2,55 € höher liegt als der für die französische.

Die Übersetzung! Der Übersetzer! Das war der Grund. Schliesslich musste für die übersetzte Ausgabe ein zusätzlicher Dienstleister eingeschaltet werden.

Klaus Jöken hat schätzungsweise zwei Tage gebraucht, um das ganze ins Deutsche zu übertragen. Das wären also 16 Arbeitsstunden. Multipliziert man eine geschätzte Auflage von 200.000 Exemplaren mit den genannten 2,55 €, erhält man einen Betrag von 510.000 €.

Dividiert man dies durch 16 Stunden, kommen wir auf einen Stundentarif von 31.875 €. Hochgerechnet auf eine 40-Stunden-Woche ergibt das 1.275.000 €, macht einen Monatslohn von 4 x 1.275.000 = 5.100.000 € (in Worten: cinq millions) für den "traducteur".

Tja, Übersetzer sollte man werden. Da kann man ganz schön Kohle machen. "Gagner du pognon (faire du fric)", wie der Franzose sagen würde.

Asterix

Montag, 9. Oktober 2017

Verhaltensökonomische Aspekte meines Gebrauchtwagenkaufs

Chrysler PT Cruiser

Man kennt das ja. Man hat seine eigene mentale Buchhaltung. Man betreibt geistige Mischkalkulation. Man bekämpft seinen inneren Schweinehund oder man tätigt Frustkäufe. Man lässt sich verführen, entscheidet aus dem Bauch heraus, gerne auch gegen jede Vernunft. Dies alles sind psychologische Aspekte, die Bestandteil unseres wirtschaftlichen Verhaltens sein können.

Verhaltensökonomik ist ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaft. Ihr herausragender Vertreter Richard H. Thaler bekommt nun den Nobelpreis für seine Forschungen und Leistungen auf diesem Gebiet.

Beim Nachdenken über mein eigenes ökonomisches Handeln dachte ich nicht nur an ein Beispiel, das in diesem Zusammenhang gerne genannt wird: das Problem, ob man nur im Hier und Jetzt leben und konsumfreudig sein oder lieber frühzeitig damit beginnen soll, Geld fürs Alter zurückzulegen. Ich bin da zu keinem eindeutigen Schluss gekommen, auch weil sich das Thema ja eigentlich nicht mehr stellt, wenn man schon auf Rente ist. Hätte man früher mit anfangen sollen!

Ein Kauf, nämlich der meines Gebrauchtwagens vor sechs Jahren, liegt nun weit genug zurück, dass man ihn nachträglich erörtern kann.

Traumauto Chrysler PT Cruiser
19. Dezember 2011

Ein Neuwagen erschien mir damals als ein Luxus, den ich mir nicht unbedingt leisten muss. Ich hatte in meinem früheren Leben schon mehrere neue Autos gekauft, muss jetzt aber keinen erfolgreichen Geschäftsmann mehr abgeben noch will ich wildfremde Nachbarn beeindrucken. Abgesehen davon, dass ich das auch schon früher nicht getan habe.

Eine alte klapprige Kiste musste es aber auch nicht unbedingt sein. Schon öfters war mir der Chrysler PT Cruiser ins Auge gefallen und so entschloss ich mich, mir einen solchen zu kaufen. Er hatte erst 33.000 km auf dem Tacho und sah so gut wie neu aus, kostete aber nur 6.000 €. Inzwischen bin ich 135.000 Kilometer damit gefahren, also über 22.000 km pro Jahr. Und er läuft noch wie am ersten Tag. Es war keine Fehlentscheidung, wie ich rückblickend meine.

Dabei hatte ich das Auto wie die Katze im Sack gekauft. Ich hatte es im Internet gesehen und bei einer 300 km entfernten Mercedes-Werkstatt reserviert. Ich war zum Kauf entschlossen, bevor ich überhaupt eine Probefahrt gemacht hatte. Technische Details wie Verbrauch oder PS haben also keinerlei Rolle gespielt, wohl aber ästhetische. Sogar fast ausschliesslich.

Der Wagen hatte für mich eine Art Oldtimer-Aura, sowas wie die Traction-Gangsterautos in alten französischen Filmen. Er entsprach meinem etwas undefinierbaren persönlichen Geschmack.

Nur gut, dass ich auch sonst nichts an ihm auszusetzen habe. Es ist schliesslich kein Auto wie jedes andere. Und es ist meins.

Schreibman & Maria in Rumersheim-le-Haut (F)

Mittwoch, 27. September 2017

Sex am Nacktbadestrand

Das hatten wir schon immer gewollt und heute haben wir's uns getraut. Das sonnige Wetter lud geradezu dazu ein, unsere erste längere gemeinsame Tour mit E-Bike und E-Scooter Richtung Dreiländereck zu wagen.

Altrhein

Unsere E-Fahrzeuge waren voll geladen und wir starteten Richtung Basel, immer auf dem Radweg am Altrhein entlang. Von daheim bis zum Yachthafen Märkt waren es 23 Kilometer. Dort kehrten wir im Gasthaus "Bootssteg" ein.

"Bootssteg" Märkt

Auf dem Weg dorthin kamen wir an den "Isteiner Schwellen" vorbei, die weithin als wilder FKK-Strand bekannt sind. Ich kenne sogar eine Person, die es dort schon mal richtig getrieben hat. Naja, kennen ist übertrieben.

Lilli
Lilli trieb es auf die
Nudistenbeobachtungsplattform

Was mich betrifft, war ich eher bissle

Overdressed
overdressed

Insgesamt haben wir knapp 50 Kilometer gemacht. Lilli eher sportlich und ich eher

Scooter
gemütlich

Samstag, 23. September 2017

Achtung Kontrolle

Als wir gestern Mittag um 11:30 Uhr über die deutsch-französische Grenze fuhren, stand ein Mann in Zivil mitten auf der Fahrbahn und signalisierte uns mit Handzeichen, dass wir anhalten sollten.

Ich fuhr langsam auf den Mann zu und sah gleichzeitig, dass auf beiden Seiten der Strasse insgesamt drei uniformierte Soldaten mit Maschinengewehren standen, die sie auf uns gerichtet hielten.

Ich liess die Scheibe runter und der Mensch in Zivil fragte mich, wohin wir wollten. Ich sagte: "Wir fahren nach Kembs, zum Essen, ins Restaurant." - "Das ist in Ordnung, dann gute Fahrt!" sagte er freundlich.

Wir fuhren dann zu unserem kleinen französischen Lieblingsrestaurant und assen als Vorspeise pochiertes Ei mit Pilzen und als Hauptgang gefüllte Perlhühner mit Gratin dauphinois und Rotkohl.

Vorher hatte es als Amuse-gueule, auf Deutsch "Gruss aus der Küche", eine Miniterrine mit einem Kürbissüppchen gegeben.

Als Nachtisch nahmen wir das Duett der crèmes brulées, die eine klassisch mit Vanille-Geschmack, die andere mit Chicorée / Chicon.

Nachmittags - meine Frau hat ja Urlaub - sahen wir uns eine Folge unserer Lieblingssendung "Achtung Kontrolle" an.

Und am Abend dachte ich dann noch so: "Naja, das hat ja auch nicht jeder jeden Tag: zuerst in drei Maschinengewehre kucken, bevor es was zu essen gibt."

Samstag, 9. September 2017

Im Modus "Interessiert-keine-Sau-was-ich-erzähl"

Achtung, Achtung! Seit kurzem befinde ich mich des öfteren in einem "Interessiert-keine-Sau-was-ich-erzähl"-Modus. Dies äussert sich darin, dass Dinge einfach uninteressant sind, die ich erzähle.

Dabei kann zwischen Fällen unterschieden werden, die man als "Falscher Text am falschen Ort" bezeichnen könnte, oder von solchen, in denen entweder der Sprecher oder der Zuhörer gerade absolut nicht der richtige ist.

So ist es zum Beispiel manchmal schwer zu entscheiden, womit man anfangen beziehungsweise was man erzählen soll, wenn man einen Kontakt mit jemandem aufbauen will, der einen und den man noch nicht kennt.

Soll man gleich seine ganze Lebensgeschichte erzählen oder nur seine guten Eigenschaften? Geht ja gar nicht. Oder seine schlechten? Wer von Lüge frei ist, der werfe den ersten.

Oder soll man irgend einen typischen Fall herausgreifen, anhand dessen man sich selbst ins richtige Licht rückt? Aber was ist schon typisch? Und überhaupt, wie soll das gehen?

Die ganze Problemlage ist mir erst heute so richtig bewusst geworden. Und das kam so. Wobei das eine nicht unbedingt mit dem anderen zu tun hat. Und es vielleicht noch viel bessere Beispiele gäbe.

Ich war also in der Schweiz in einer Migros. Im Eingangsbereich musste ich an einem Käsestand vorbei, an dem ein junge Frau mit Zahnstochern aufgespiesste Gruyère-Würfel zum Verzehr anbot. Sie schaute mich an und fragte, ob ich mal probieren wolle. Worauf ich freundlich ein "danke" nickte und weiterging.

Als ich mit dem Einkaufen fertig war, kam ich zum zweiten Mal an diesem Stand vorbei. Unsere Blicke trafen sich wieder. Ich weiss nicht, ob sie es wirklich getan hat oder ob ich mir das jetzt nur im Nachhinein einbilde. Nämlich die Frage gestellt beziehungweise gestellt bekommen zu haben, ob ich es mir nicht doch anders überlegt hätte?

Jedenfalls verstand ich ihren Blick so. Ich sagte dann: "Nein danke, ich kenne den Gruyère-Käse. Ich war sogar schon einmal in der Käserei in Greyerz."

Und das war doch ein ziemlicher Fehler von mir. Nicht dass ich mal in Greyerz war, sondern dass ich die junge Dame mit dieser "Info" belästigt habe. Denn das kann und ich möchte sogar sagen muss ihr doch am Allerwertesten vorbeigehen, wo ich irgendwann mal meinen Urlaub verbracht habe.

Ich war, leider erst nachträglich, innerlich ganz auf der Seite der jungen Käseanbieterin. Ich schämte mich fast ein bisschen. Und erfand diesen Begriff vom "Interessiert-keine-Sau-was-ich-zu-erzählen-hab"-Modus.

Ich weiss nicht, wann das alles es begonnen hat und wie es weitergehen oder gar enden wird. Vielleicht bin ich grad mittendrin?

Jedenfalls habe ich schon eine erste Lehre gezogen. Ich fuhr nach dem Einkauf in der Schweiz noch eben rüber nach Sierentz in Frankreich, um im dortigen Hyper U Supermarkt noch ein wenig Pâtisserie zu kaufen. Ich hatte nicht viel in meinem Einkaufswagen und wie es der Zufall wollte, war gerade die Kasse mit den wenigsten Kunden von einer ganz süssen Maus besetzt.

Ich habe sie angeschaut und sie mich und wir hatten sogar beide ein freundliches Lächeln füreinander. Haben aber nur das nötigste gesprochen. Ein reines Geschäftsgespräch sozusagen.

Ich bilde mir sogar ein, dass sie das genossen hat.

Sonntag, 3. September 2017

Was haben wir eigentlich früher am Sonntag

Vormittags war Kirchgang, das war klar. Man war sonntäglich gekleidet. Mittags gab es einen Sonntagsbraten oder ein sonstwie sonntägliches Essen.

Der Nachmittag war dann der Knackpunkt. Blieb man in der Familie oder hatte jeder etwas anderes zu tun? Dies änderte sich natürlich auch mit der Zeit.

Ich erinnere mich daran, dass ich im Alter von 13 oder 14 Jahren ein Buch mit deutschen Kurzgeschichten seit 1945 hatte, vermutlich vom Bertelsmann Lesering. Nachdem mir die erste Geschichte ganz gut gefallen hatte, beschloss ich, jeden Sonntag eine weitere zu lesen.

Das tat ich dann auch und markierte jeweils nach der Lektüre der Story den Titel im Inhaltsverzeichnis mit Bleistift. Nach welchem System ich bezüglich der Reihenfolge der zu lesenden Geschichten vorgegangen war, weiss ich nicht mehr.

Dann gab es eine Zeit, als ich 10 oder 15 war, da spielten wir jeden Sonntagnachmittag mit den Eltern Doppelkopf. Ein Freund der Familie gehörte mit zur Runde.

Da die Schwester meines Vaters in Solingen wohnte, also immer ziemlich in der Nähe, ob wir nun in Köln oder Wuppertal wohnten, kam sie oft mit ihrer Tante am Sonntagnachmittag zum Kaffee. Manchmal waren es nicht nur zwei sondern sogar drei tolle Tanten und mein Vater schaute ab 17 Uhr regelmäßig auf die Uhr, ob es nun nicht bald vorbei sei mit diesem sonntäglichen Kaffee trinken und Kuchen essen und dem Geschwätz seiner Schwester.

Einmal wollte ich alleine am Sonntagnachmittag ins Kino. Meine Mutter hielt dies nicht für eine gute Idee. Sie meinte, die Leute, die sich Sonntag nachmittags in der Stadt und insbesondere in der Fussgängerzone herumtreiben, seien keine gute Gesellschaft.

Es gab auch Sonntage, die man fast vollständig am Fernseher verbrachte, um alte Heinz-Erhardt- oder noch schlimmere Filme über sich ergehen zu lassen.

Ich erinnere mich noch gut an einen Sonntagnachmittag in England. Ich war für zwei Wochen in einer Gastfamilie und konnte auch ein bisschen tun und lassen was ich wollte. Als ich nachmittags in die Stadt ging, ich glaube es war in Leatherhead, sah ich Jugendliche, die aus meiner Sicht völlig nachlässig alltäglich gekleidet waren und sich in der Stadt rumtrieben. Das war für mich total un-sonntäglich.

Was ist nun heutzutage typisch sonntäglich? Mir scheint dieser Tag hauptsächlich negativ geprägt durch die Tatsache, dass die Geschäfte geschlossen sind.

Spaziergänger mit Hund und Kindern gab es sonntags schon immer. Das war früher nicht mein Ding und ist es auch heute nicht. Trotzdem trifft man mich seit einiger Zeit auch schon mal im Kurpark; das scheint mir aber keine ideale Lösung.

Jetzt gehen wir erst mal zum Mittagessen in unser Lieblingsrestaurant. Was wir dann am Nachmittag machen? Kaffee und Kuchen bei Brigitte.

Samstag, 26. August 2017

Verflixte Armbanduhr

Das fing ja gut an. "Mittwochnachmittag geschlossen". Ein erstes Anzeichen dafür, dass ich auf dem falschen Weg war mit meiner Boccia-Uhr, die ich mir bei Amazon bestellt hatte und deren Armband ein bissle zu lang war.

Als ich wieder bei meinem Chrysler angelangt war, sah ich, dass es ein paar hundert Meter in der anderen Richtung noch so ein Geschäft gab, dessen Dienste ich eventuell in Anspruch nehmen konnte. Es war natürlich nicht so ein großes Juweliergeschäft wie das geschlossene, sondern eher so ein kleiner türkischer Ramschladen.

Er hatte reichlich Armbanduhren im Schaufenster und draussen auch noch ein Schild "Kaufe Altgold auch mit Zähnen".

Bedient wurde ich von einer jungen Frau, die mir allerdings nur die Auskunft geben konnte, dass ihr Bruder nicht da ist und ich die Uhr morgen wieder abholen könne, wenn er das Armband dann verkürzt haben würde. Okay, was sollte ich machen?

Am nächsten Tag kam ich dann um 14:25 Uhr an. Der Laden war noch geschlossen. Direkt vor der Tür und halb auf dem Gehsteig, so dass ich kaum vorbeikam mit meinem Rollator, stand ein Audi mit laufendem Motor und einem sitzenden Mann am Steuer.

Ich vermutete, dass er auf die Öffnung des Geschäfts wartete und hoffte, dass er irgendwann doch den Motor ausschalten würde. Dem war aber nicht so. Sollte ich mich auf eine Diskussion mit ihm einlassen? Der Mann sah nicht wirklich redegewandt aus.

Sieben Minuten später also um 14:32 Uhr, kam dann unser türkischer Uhrenhändler und öffnete sein Geschäft. Der Audi-Fahrer mit dem laufenden Motor stieg aus und ging in den Laden, nicht ohne den Motor auch weiterhin laufen zu lassen.

Er wurde dann von seinem Kumpel bedient, das heisst ihm wurde sein Armband um ein oder zwei Glieder kürzer gemacht. "Aha", dachte ich, dann bin ich hier wenigstens an der richtigen Adresse.

Aber weit gefehlt. Der eine Kumpel zahlte dann dem anderen Kumpel die verlangten zwei Euro und machte sich dann daran, seinen laufenden Audi wieder zu besteigen.

Zwei Euro für eine Arbeit, die diese Leute ja doch nicht gerne machen, weil sie sich jedes Mal darüber ärgern, dass man die Uhr nicht bei Ihnen gekauft hat.

Mein türkischer Mitbürger nahm dann den Umschlag zur Hand, den ich am Vortag seiner Schwester gegeben hatte, und stellte fest, dass ein kleiner Stift fehlte. Den hatte ich schon bei dem Versuch, selber handwerkliche Arbeit zu leisten, rausgezogen und dann mit in den Umschlag gelegt. Aber jetzt war er halt weg.

Das machte aber überhaupt nichts, denn der Mann konnte mir sowieso nicht helfen, wie ich nun erfuhr. Das sei nämlich ein neues System der Uhrarmbandverkürzung, das er überhaupt noch nicht kannte. Was sollte ich machen?

Der Mann erzählte etwas davon, dass man das ganze natürlich einschicken könne und dass das halt dauert. Das wusste ich auch selber!

Dann kam ich auf die Idee, das ganze Armband auszuwechseln, sodass ich die Uhr wenigstens tragen konnte. Das schien ihm einzuleuchten. Er holte ein Armband aus einer Schublade und montierte es. Er zog es mir gleich über und ich sagte: "Ja ein bissle straff, aber geht schon." Und dachte weiter bei mir: Sieht halt nur scheisse aus.

Jetzt hatte ich einfach nur noch genug von allem. Ich fragte ihn, was ich ihm schulde. Worauf er ganz spontan "zehn Euro" sagte. Und ich dachte so: "Der Kunde vor mir hat nur zwei Euro bezahlt und ist richtig bedient worden.

Und ich zahle jetzt zehn und bin auch nicht halb so gut bedient worden wie ich erwartet und verdient hätte. Ausserdem hat er ein nagelneues Titan-Uhrenarmband von mir für lau bekommen.

Was sollte ich jetzt mit einer Marken-Uhr machen, deren Armband billiger Schrott ist und auch scheisse aussieht?

Und ab welchem Punkt ist eigentlich alles schief gelaufen?

boccia

Freitag, 11. August 2017

Heute im Resto und bei Picasso

Heute mit Schwestern in Kembs (F)
Heute mit Schwestern Gritli (l.) und Uli (r.) im Elsass

uli
Im Restaurant "Le Petit Kembs" gab's eine Vorspeise nach Wahl

petit kembs
Und als Hauptgang nahmen wir alle das Fischgericht

Mit Lilli in Kembs
Dann ging's weiter nach Riegel am Kaiserstuhl

Picasso-Ausstellung in Riegel
Picasso-Ausstellung auf Wunsch von Schwester Uli

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